Interview mit Tim J. Radde

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Stell Dich doch bitte kurz vor 🙂

Ich heiße Tim, bin 26 Jahre alt und komme aus der Nähe von Bielefeld. Da studiere ich momentan auch Sozialwissenschaften und im Nebenfach Literatur. Mich interessieren alle möglichen Geschichten, egal ob in Buch-, Serien- oder Filmform. Dazu bin ich ziemlich sportverrückt 😀

Wie kamst Du auf die Idee für Dein Buch „Die rogodanischen Schriften“?

Das war ungefähr vor 10 Jahren, ich habe die Ulldart-Reihe von Markus Heitz gelesen und mir dabei gedacht, dass ich ebenfalls gern eine eigene Welt erschaffen würde und darin Geschichten erzählen möchte. Da habe ich angefangen, erste Ideen zu sammeln.

Stell uns doch in eigenen kurzen Sätzen dein Buch vor 🙂

Der junge Krieger Endrael versucht in einer brutalen Welt, sich für andere Menschen einzusetzen. Durch die Loyalität zu seinem Lehrmeister gerät er in einen bereits lodernden Kampf zwischen den Schergen des Königs und einem immer größer werdenden Widerstand. Dabei an seiner Seite sind die Straßendiebin Pensa und der magisch Begabte Vandrato.

Wie entsteht bei Dir eine Geschichte? Planst Du alles schon komplett vor, oder kommt das meiste beim Schreiben selbst?

Am Anfang erstelle ich immer erst einen groben Plan, wo ich anfange und wohin ich möchte. Dann schreibe ich und dabei kann es immer mal vorkommen, dass Sachen anders besser funktionieren. Ich lasse mich dabei treiben, verliere aber nicht das Ziel aus den Augen.

Könntest Du Dir vorstellen, auch mal ein Buch in einem anderen Genre zu schreiben?

Ich habe tatsächlich Ideen für eine Krimi-Reihe, die ich bald umsetzen möchte. Und auch in anderen Genres möchte ich mich versuchen. Aber da ist noch nicht viel ausgereift.

Was mich ja interessiert: Wie entstehen/entstanden Deine Protagonisten? Gibt es da für manche Figuren jemanden der Dich inspiriert hat?

Mhm, schwierig! Also unterbewusst auf jeden Fall, anders ist es denke ich mal auch gar nicht möglich, einen Fantasyroman zu schreiben. Irgendwo her müssen die Einflüsse ja kommen! Aber so ganz direkt wüsste ich jetzt keinen. Eine Freundin hat mir zum Beispiel nach dem Lesen gesagt, dass sie die Königin an die von Don Karlos erinnert. Das ist mir so beim Schreiben gar nicht aufgefallen, danach aber schon 😀

Eine vielleicht gemeine Frage 😉 Gibt es einen Charakter aus Deinem Buch, den Du sehr magst und einen den Du absolut nicht leiden kannst?

Das ist wirklich fies! 😉 Vandrato ist schon eine Art Liebling von mir. Er ist einfach ein liebenswerter Taugenichts, damit kann ich mich sehr gut identifizieren 😀 Absolut nicht leiden würde ich nicht sagen, aber Senator Bindon mag ich nicht wirklich, aber weshalb, würde an dieser Stelle vielleicht zu viel verraten!

Würdest Du etwas an Deinem Buch ändern wollen, wenn Du könntest?

Klar geht es immer besser, aber gerade weil es mein Erstlingswerk ist, würde ich sagen, dass es in Ordnung, wenn nicht gerade genau richtig ist, dass es nicht perfekt ist!

Du arbeitest derzeit an dem 2. Band. Gibt es etwas, was Du uns schon verraten kannst? 😉

Was ich auf jeden Fall sagen kann ist, dass tiefer in die Mythologie der Geschichte eingetreten wird. Mehr Geschehnisse werden einen Sinn erhalten. Vieles wird dazu dort aufgegriffen, wo die Leser es verlassen haben. Und Lukrim wird dieses Mal nicht nur in Pro- und Epilog auftauchen! Mehr wird aber erstmal nicht verraten 😉

Wer darf Deine Bücher als Erstes lesen? Jemand aus der Familie, Freundeskreis oder hast Du bestimmte Testleser? 🙂

Mein Vater liest alles immer als Erster. Er liest so viel, da ist mir seine Meinung auf jeden Fall wichtig. Dazu noch ein Kumpel, der auch alles von mir liest. Und sonst Familie oder andere Freunde, die es aber auch wirklich schaffen, objektiv an die Texte heranzugehen. Sie haben keine Angst davor, mich zu kränken oder sowas. Sonst würde das auch nicht funktionieren!

Hast Du vor Deinem Buch schon was anderes eigenes geschrieben?

Kurzgeschichten und auch Liedtexte/Lyrik, die ich aber kaum jemandem gezeigt habe. Erste Versuche, um zu schauen, was ich so kann! Die bleiben auch unter Verschluss 😀

Gibt es einen bestimmten Ort, an dem Du besonders gerne schreibst?

Ich kann tatsächlich nur zuhause wirklich konzentriert schreiben. Die ersten Seiten, damals vor 10 Jahren, habe ich aber im Matheunterricht geschrieben 😀 kein Wunder, dass ich danach Nachhilfe gebraucht habe!

Was gefällt Dir am besten beim Schreiben? Und wie bist Du zum Schreiben gekommen?

Es macht einfach Spaß, mit Worten zu spielen. Mich so auszudrücken. Und etwas aus den Gedanken und Überlegungen entstehen zu lassen, ist für mich faszinierend und erfüllend.
Ich bin mir sicher, dass meine Familie mich dazu gebracht hat. Sie haben mir immer viel vorgelesen, haben mich zum „Selbstlesen“ animiert. Ich war als Kind schon immer von Büchern umgeben. Über die ersten Schreibversuche bin ich dann zu Romanen gekommen.

Hörst Du beim Schreiben Musik? Oder hast Du bestimmte Rituale?

Beim ersten Band habe ich viel Creedence Clearwater Revival gehört, eine Best-of CD rauf und runter. Jetzt habe ich mir angewöhnt, nichts weiter beim Schreiben zu hören. Außer, dass ich immer am Schreibtisch sitze, eigentlich keine Ritual.

Du bist Selfpublisher, kannst Du Dir vorstellen in Zukunft mit einem Verlag zusammen zu arbeiten?

Wenn ein Verlag auf mich zukommen würde und es passt, egal ob jetzt finanziell oder ganz besonders menschlich, würde ich darüber nachdenken. Aber die Freiheit im Selfpublishing ist schwierig aufzugeben, glaube ich. Auf jeden Fall schicke ich keine unaufgeforderten Manuskriptangebote mehr an Verlage, so wie es wahrscheinlich jeder Autor schon einmal gemacht hat.

Gab es ein besonders schönes oder lustiges Erlebnis während Deiner bisherigen Autorenzeit?

Einzelne denke ich nicht, aber ich habe gerade durch den Kontakt zu Bloggern oder anderen Autoren in kurzer Zeit schon viele wirklich tolle Menschen kennengelernt, mit denen ich mich gern über die ganze Branche austausche! Wie zum Beispiel dich!

Wie wichtig ist es für Dich als Autor in sozialen Netzwerken unterwegs/vertreten zu sein?

Bisher nicht besonders, da ich nicht gerade talentiert darin bin, mich online zu präsentieren! Aber ich will auf jeden Fall daran arbeiten und meinen Lesern ein besseres Bild zeigen, damit sie auch mich kennenlernen können!

Wie gehst Du mit negativen Bewertungen um?

Wenn sie gut geschrieben und vor allem begründet sind, dann nehme ich sie mir zu Herzen und versuche, die Kritik umzusetzen. Wenn jemand mein Buch einfach nicht mag, in Ordnung, Geschmäcker sind verschieden. Aber ich habe auch schon nicht so tolle Erfahrungen gemacht, die versuche ich dann einfach auszublenden. Nachdem ich mich ein paar Tage darüber aufgeregt habe 😀

Was ist für Dich als Autor das größte Kompliment/Geschenk von Lesern?

Wenn ich merke, dass sich jemand wirklich damit auseinandergesetzt hat und es ihm oder ihr dann gefällt. Wenn ich geschafft habe, dass jemand beim Lesen etwas gefühlt hat. Darum schreibe ich.

Welches Genre liest Du selbst am liebsten?

Auf jeden Fall ebenfalls Fantasy. Aber auch Klassiker, Krimis oder Thriller lese ich gern. Eigentlich muss nur das Buch stimmen, dann ist das Genre nebensächlich.

Hast Du ein Lieblingsbuch und einen Lieblingsautor?

The Great Gatsby von F. Scott Fitzgerald. Selten hat mich ein Buch wirklich so gepackt. Lieblingsautor nicht unbedingt, aber wenn, dann würde ich schon Markus Heitz sagen, weil er mich, wie schon erwähnt, sehr beeinflusst hat.

Gibt es für Dich ein Lieblingszitat?

Eines, was ich schon in meiner Abizeitung benutzt habe: „Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.“ –Albert Einstein

Kommen wir zur letzten Frage 🙂 Gibt es etwas, was Du absolut nicht magst?

Fisch 😀

Magst Du vielleicht noch ein paar Worte an Deine Leser richten? 🙂

Am Anfang möchte ich mich erst einmal bedanken, bei allen, die jemals etwas von mir gelesen haben. Ich würde lügen, wenn ich sage, ich würde nicht auch für mich schreiben. Aber ohne euch wären das einfach nur Worte, die irgendwo herumfliegen. Ihr macht sie erst mit eurer Begeisterung, euren Fragen und eurer Kritik zu wirklichen Geschichten. Deshalb: Danke!

Vielen Dank für Deine Zeit und Deine Antworten 🙂

Auch ich möchte mich bedanken, für deine Unterstützung und die tollen Gespräche!

Band 1

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